Celesthe

Gibt es Zauber auf der Erde? So in etwa, wie ein wenig Feenstaub der mit dem Wind seine Kreise zieht und uns dann umfängt, umwirbelt, umschließt und dann mit sich reißt? Da gibt es Menschen, die glauben nicht an Peter Pan oder Tinker Bell, an Harry Potter oder Albus Dumbledore, aber das heisst doch noch lange nicht, dass es so etwas Magisches nicht gibt. Denn es gibt Wesen, die tragen den Feenstaub in sich, mit ganz viel Glitzer und Bling Bling. Und obwohl er doch so funkelt und so strahlt, sind wir doch alle viel zu blind um ihn zu sehen. Denn Feenstaub besteht aus Liebe und aus Herzlichkeit, aus Großzügigkeit und Güte, aus Hoffnung und Vertrauen. Aber auch Feenstaub ist endlich. Und irgendwann, da ist er aufgebraucht, so ganz einfach verflogen. Im Wind.

Weil ich, ich hatte mal eine Fee. So wie jeder Mensch, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Weil wahr ist ja schließlich nur all das, was am Sonntag in der Zeitung mit der roten Überschrift steht.

Meine liebe gute Fee, sie hat mir all ihren Feenstaub geschenkt, manchmal auch mit Müh und Not, und manchmal auch gegen meinen Willen. Aber auch ich war einmal blind. Und da habe ich ihn einfach achtlos weggeworfen.

Und nach langer langer Zeit, nachdem ich begriff, dass man Feenstaub nicht einfach so wegwirft, sondern fest an sich drückt und irgendwann weitergibt, da war er weg.

Und mit ihm, auch die Fee.

Meine liebe, gute Fee. Sie war mein Glitzerüberbringer und ihr Name war Celesthe.