„Frauen in Würzburg“

Ihre Stimme trägt
Hinten stößt Geplapper auf
gleich einem Bierrülpser
säuriger Kohledampf aus Mund und Nase
trägt ihre üppigen Wölbungen nicht
aus dem Abendkleid
zurechtgemacht
lädt sie ins Bett
doch es ist nicht einfach zu haben
trotz exponierter Lage
Mädel es ist Zeit zu gehen
sing erst dein Lied
wein mir einen Fluss
der mich zur Ruhe bringt
nicht wie die andere vor mir
deren Augen den meinen sind
mütterlich vertraut
sonderbar der abgebrochene Eiffelturm
am Reißverschluss der Handtasche
einer jungen Frau
Würzburg fängt dich nicht
wenn Paris in Trümmern liegt
vertaner Mantel große Knöpfe schwarz
vertan Brille und roter Lippenstift
in guter Gesellschaft
unendlich teuer
eine Aufpasserin
die einen den Regenschirm nicht vergessen lässt
Zucker auf die Tage streuen
Weihnachtszeit in der Straba
sie alle sitzen in der Straba früher oder später
auf Hartplastik, posieren
sind der Blicke Herrinnen
sind der Blicke Herrinnen
sind der Herren Herrinnen