Gedichte

I. Abgrund

Bilder aus der Stille strahlen
schleppend schön
hinauf zu uns, die wir noch kommen werden
und zeigen die, die längst vergangen sind
in ihren schönsten Tagen.

Ein Fluss im Abendlicht
– er streicht dahin, ganz sacht und weit
und voller
dunklem
Glühen.

II. Leere

Gelöst in der Leere,
von Tragik und Schwere,
durchziehende Wärme,
treibt an, treibt auf,
spiegelt wieder dieses Leben,
oder zumindest dessen Lauf.

Gelöst in der Leere,
von Ist und Wäre,
wird sichtbar im Stillen,
ein tragender Applaus,
durchzieht alles Streben,
begleitet sichtbar hinaus.

Lösende Leere,
geleert und gelöst,
leerende Lösung,
gelassen und getrost,
leerende Lehre,
gelehrt oder gelost.