Tränenwege

Den Fuß in der Luft,
den Kopf frei.
Hinter geschlossenen Augen kann ich es sehen.
Stille umfängt mich.
Ich bin bereit.
Und dann eine Stimme:
noch nicht.

Der Fuß in der Luft,
immer noch, schwankend jetzt und zittrig,
noch nicht?

Unten die Menschen,
laut und fröhlich.
Die Gleichgültigkeit der Glücklichen
steigt zu mir auf.

Mein Fuß in der Luft,
er wird schwer.
All meine kleinen Worte,
sie verhallen ungehört.
Oder nicht?

Feuchte Augen,
Zeugen meiner Traurigkeit.
Schatten der Vergangenheit
verdunkeln das Licht der Zukunft.
Sag mir, warum nicht?

Deine Kraft und Energie,
gebunden im Damals und Dort,
in Zeiten und Orten, die es noch gar nicht gibt.
Nicht, was du willst,
was besser für dich ist, wird geschehen.

Mein Fuß – in der Luft
ist er nicht mehr.
Er steht, ich stehe,
die Augen geöffnet.
Manchmal flüstert das Glück ganz leise: du bist dran