Berghaare

Berghaare

Zwei Frauen wandern in den Karpaten, das ist ein Gebirge in Mitteleuropa. Sie finden eine Stelle, wo Haare aus dem Berg wachsen. (Schön, oder?) [Eben nicht.] (Vielleicht ist das eine Pflanze.) [Oder eine Leiche liegt dort vergraben. Komm wir gehen weiter.] (Das ist ein Naturphänomen!) [So ein Blödsinn.] Die Frau, dessen wörtliche Rede mit runden Klammern umrahmt wird, heißt C. Die Andere heißt E. C kniet sich hin und streicht mit der Hand durch die Berghaare. Ein Wind weht und biegt die Fichten des Berges. Unweit rauscht ein Bach. Es riecht nach irgendwelchen Pflanzen, aber auch süßlich, vielleicht wegen den Haaren. (Ich weiß nicht, wieso du in die Karpaten wolltest, wenn du sofort Angst vor der Natur bekommst.) [Das ist keine Natur, das sind Haare!] (Sind Haare nicht auch Natur? Tiere haben auch Haare.) [Bei Tieren heißt das Fell, glaube ich. Komm, wir gehen jetzt.] C lässt sich diesmal überzeugen und sie steigen weiter Richtung Bergspitze. [Ist dir schon aufgefallen, dass uns noch niemand begegnet ist heute?] (Das ist klar.) [Mein Rücken ist eigentlich verschwitzt.] (Schau, schon wieder Haare.) [Eklig.] (Aber das beweist doch, dass es keine Leiche sein kann!) [Außer es sind viele Leichen! Überall wo wir hingehen, ein Berg aus Leichen.] (Jetzt erfindest du wieder etwas. Schau dich doch um, das ist schön. Die Landschaft und ein Naturphänomen.) [Na gut, ich habe eine Tüte. Packen wir etwas ein.] C reißt Haare raus. (Die haben sogar Wurzeln.) [Komisch, zeig her.] (Ja, komisch.) [Voll ... komisch.]