Liebe Leserinnen und Leser und alle Lesenden!
Jetzt also ist es soweit, die neue KLW endlich in den Händen, wollt ihr es euch gemütlich machen mit Kaffee, Kippe, Kuchen, euch packen lassen von neuen Texten und allerlei Gereimtem und Ungereimtem. Vielleicht zittert ihr vor Aufregung und könnt die Buchstaben schon nicht mehr lesen. Jetzt nur noch das Vorwort, denkt ihr euch, warum immer dieses Vorwort.
Doch bevor ihr diese Seite überspringt, möchte ich euch eine Frage stellen:
Was ist eigentlich eine Flaschenpost?
Wann habt ihr das letzte Mal eine Flaschenpost ins Meer geworfen?
Wann habt ihr das letzte Mal eine Flaschenpost gefunden?
Okay, das waren drei Fragen.
Also der Reihe nach. Das Prinzip einer Flaschenpost ist schnell erklärt: du schreibst einen Brief, stopfst ihn in eine Flasche und wirfst ihn ins Meer. Ob die Flasche jemand findet, weißt du nicht, nach drei Tagen ist dir das auch egal. Habt ihr das jemals gemacht? Wahrscheinlich nicht. Leider gehen von Jahr zu Jahr weniger Menschen der Leidenschaft des Flaschenpöstelns nach.
Wahrscheinlich habt ihr noch nie eine gesehen.
Diese Ausgabe ist unser bescheidener Versuch, die Flaschenpost wieder relevant zu machen. Vielleicht inspiriert es euch, den Stift in die Hand zu nehmen oder Sonntagmorgen ein paar Stunden am Ufer zu sitzen.
Gleichzeitig ist die KLW natürlich selber eine Art Flaschenpost, immer schon gewesen, und eigentlich ist das ja auch die Literatur.
Denkt drüber nach. Und jetzt, gut gemacht, ist das Vorwort vorbei und ihr könnt endlich anfangen zu lesen.
Viel Spaß wünscht
Euer Timon,
stellvertretend für
die Kollektive Literaturzeitschrift Würzburg
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